Jürgen Krüger und die Steine:
ein Kapitel für sich

Steine jedweder Art faszinieren ihn – er möchte sie anfassen, befühlen, ihre Struktur genau betrachten.

Zunächst beschränkte sich seine Beschäftigung mit diesem Material darauf, alte Steine zu Trockenmauern zusammenzufügen. Und weil ein Stein manchmal nicht das passende Format hatte, wurde die Bearbeitung mit Hammer und Meißel notwendig.

Ein Freund, der Zeichner, Maler und Karikaturist Hans Beck, unterrichtete in Stuttgart im Jugendhaus Ost. Als er von Krügers Wunsch erfuhr, sich die Grundlagen der Steinbearbeitung anzueignen, nahm er ihn mit und stellte ihn dem dort tätigen Steinmetz vor. Da gerade ein Grundkurs begann, konnte Krüger wenige Tage später anfangen. Zunächst ging es nur darum, welches Werkzeug wie angewendet wird, welcher Meißel für welchen Stein geeignet ist und mit welcher Technik gearbeitet wird.

Heute bearbeitet Jürgen Krüger sowohl bretonischen Granit als auch Sandstein. Alle Steine, die er verwendet, sind Fundstücke, die oft lange im Garten liegen, bevor ihre Form eine Idee entstehen lässt. Erst dann wird der Stein entsprechend verändert – häufig auch in Kombination mit Eisenteilen und/oder Holz.

In den letzten Jahren faszinierten ihn besonders glattgeschliffene Strandkiesel in verschiedenen Farben und Formen, die oft schon die Umrisse eines Fisches erkennen ließen. In Kombination mit Holz, anderen Steinen, Meeresschnecken und kleinen Halbedelsteinen entstand so eine Vielzahl unterschiedlichster kleiner und größerer Fische.